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Geschichten Der redekundige Oasenmann Sinuhe: Flucht und Heimkehr Wenamun in schwieriger Mission Der Text stammt aus der Zeit des mittleren Reiches (um 2040 - 1640 v. Chr.) und ist als “Die Klage des Bauern” bekannt. Der Held der Geschichte zieht von der Salzoase (Wadi Natrun) nach Herakleopolis. Dabei werden der Verfall von Gesetz und Recht während der Herakleopolitenzeit beklagt. Es gab einen Mannm Chunanup mit Namen, das war ein Bewohner der “Salzoase”, und er hatte eine Frau mit Namen Merit. Eines Tages spricht er zu der Frau: “Ich will hinab nach Ägypten, um dort Speise für unsere
Kinder zu holen.” und er hieß sie Korn abzumessen. Zwei Scheffel Korn wollte er seiner Frau und seinen Kindern zur Versorgung lassen, aus sechs Scheffel sollte sie ihm Brot backen und Bier brauen für die Reise. Der redekundige Oasenmann Sinuhe: Flucht und Heimkehr Wenamun in schwieriger Mission Die Geschichte des Sinuhe spielt während der Regierungszeit Amenemhats I., der einer Palastintrige zum Opfer fällt und seinem Sohn und Nachfolger Sesostris I. Sinuhe, als königlicher Beamter des Harems, fühlt sich durch die Ereignisse besonders betroffen und flieht. Der König Amenemhat I. stieg empor zu den Göttern und vereinte sich mit der Sonne. Trauer war in den Herzen und die Residenz war in Schweigen. Beamte des Palastes sandten Boten nach Westen zu seinem Sohn
Sesostris, um ihn von der Lage zu unterrichten. Dieser war ausgeschickt worden um die Fremdländer zu schlagen und Libyen zu bestrafen. Sesostris zögerte nicht und kehrte, ohne sein Heer zu unterrichten, in den Palast
zurück. Sie sandten auch Nachricht zu den anderen Söhnen Amenemhats, die ebenfalls in dem Heer weilten und Sinuhe hörte unbeabsichtigt ein Gespräch während er sich zwischen Büschen versteckte. Der Inhalt des Gespräches
treibt Sinuhe zur Flucht, da er befürchtet durch sein Wissen mit als Verschwörer hingerichtet zu werden und er verläßt Ägypten und erreicht Byblos. Auf die Fragen nach seiner Wanderschaft antwortet er: “Der König Amenemhat
ist zum Horizont gegangen, und man kann nicht wissen, was danach geschehen wird.” Er berichtet auch, dass Sesostris durch sein entschlossenes Handeln auf den Thron gefolgt ist und er selbst sich nichts zuschulden hat kommen
lassen. Er rühmt Sesostris seiner Tatkraft und seiner Gerechtigkeit. Ammunenschi, König der Retenu, bittet Sinuhe zu bleiben und ermöglicht ihm ein Leben in Luxus. Sinuhe verbringt viele Jahr dort, bis seine eigenen Kinder
erwachsen geworden waren und jedes über einen eigenen Stamm gebot. Sinuhe wird Vertrauter des Herrschers von Retenu und führt viele Aufträge für ihn aus. Wenn er gegen Fremdländer in die Schlacht zieht, bezwingt er sie und
erbeutet Herden und Gefangene für seinen Herrscher. Jedoch die Nähe zu dem Herrscher schafft Eifersucht und ein anderer Held von Retenu fordert Sinuhe zum Zweikampf. Sinuhe stellt sich diesem Kampf und bereitet sich nachts
darauf vor. Er bespannt seinen Bogen, ordnet seine Pfeile und schärft seinen Dolch. Am nächsten Morgen sind die Frauen und Männer von Retenu bereits da und waren begierig den Kampf zu sehen. Jedes dieser Herzen bangte um
Sinuhe. Sein Gegner verschießt zuallererst seine Pfeile und stürmt dann auf Sinuhe los. Dieser schießt einen Pfeil ab, der in dem Nacken des Gegners stecken bleibt. Er fällt zu Boden und Sinuhe kann ihn mit dem Kriegsbeil
erschlagen. Er stößt einen Siegesschrei aus und jeder Asiate brüllte. Sinuhe preist den ägyptischen Kriegsgott Month und nimmt den Besitz und die Herden des besiegten Kriegers an sich, dessen Angehörige seinen Tod
betrauern. Doch Sinuhe wird allmählich von Heimweh geplagt und bittet die Götter ihm seine Heimat wiederzugeben. Einst verließ er Ägypten auf der Flucht und nun ist er ein geachteter Mann, in feinstes Leinen gekleidet und
mit irdischen Gütern ausgestattet. Doch nichts kann ihm die Heimat ersetzen und sein größter Wunsch ist, in der Heimat bestattet zu werden. Er fleht die Götter um Hilfe an und erbittet auch von Ägyptens König Gnade. Als
dieser von Sinuhes Lage erfährt, sendet er Sinuhe Geschenke, die eines Herrschers würdig sind. Die Königskinder lassen Sinuhe ihre Botschaft wissen: Die Geschichte des Sinuhe inspirierte Mika Waltari zu dem Roman “Sinuhe der Ägypter”, der diese Geschichte in das Zeitalter Echnatons verlegt. In diesem Roman ist die persönliche Geschichte des Sinuhe anders als in der originalen Erzählung. Mika Waltari ist damit ein wunderbares, spannendes Buch gelungen. Der redekundige Oasenmann Sinuhe: Flucht und Heimkehr Wenamun in schwieriger Mission Wenamun in schwieriger Mission Die Geschichte des Wenamun begibt sich in der Zeit Ramses XI., dem letzten König des neuen Reiches. Die Priester des Amun besitzen eine hohe Machtposition, die sich bis in die 21. Dynastie fortsetzt. Der ägyptische Einfluss in Syrien und Palästina ist zu Ende und Reisen dorthin stellen ein gefährliches Abenteuer dar ... Wenamun reist nach Tanis zu dem dortigen Herrscher Smendes mit dem Auftrag für die Kultbarke des Amun Zedernholz zu holen. Smendes stimmt zu und stattet Wenamun mit Schiff und Kapitän aus, um in den fernen Libanon zu ziehen. Er hält an der Siedlung der Tjeker und deren Fürst lässt Wenamun fünfzig Brote, ein Maß Wein und eine Rindskeule an Bord bringen. Einer seiner Männer raubt jedoch insgesamt 31 Deben Silber und ein Goldgefäß im Werte von 5 Deben und flieht damit vom Schiff. Nun begibt sich Wenamun zum Fürst und beklagt den Raub: "Ich bin in deinem Hafen beraubt worden. Du aber bist der Fürst dieses Landes, und bist auch sein Richter. Suche mein Silber! Es gehört wahrhaftig dem Amun-Ra, dem König der Götter, dem Herrn der Länder, und es gehört dem Smendes und des gehört dem Herihor, dem Hohepriester des Amun-Ra." Der Fürst aber entgegnete: "Bist du ernsthaft oder scherzest du? Denn siehe, ich kenne die Angelegenheit nicht, von der du mir erzählt hast. Gehörte der Dieb zu meinem Land, der in dein Schiff gestiegen ist und dein Silber gestohlen hat, dann würde ich es dir aus meiner Schatzkammer ersetzen, bis man den Dieb gefunden hat. Aber der Dieb, der dich bestohlen hat, gehört doch zu dir, zu deinem Schiff gehört er! Verweile einige Tage hier bei mir, damit ich ihn suche." Wenamun bleibt neun Tage vor Anker, dann erscheint er erneut vor dem Fürsten, welcher vergeblich versucht Wenamun zum Bleiben zu überreden. Wenamun seinerseits raubt von einem Schiff der Tjeker dreißig Deben und reist weiter nach Byblos. Der Fürst von Byblos ließ Wenamun jedoch ausrichten, er möge sich aus dem Hafen entfernen. Wenamun aber verlangt ein Schiff, dass ihn nach Ägypten bringt und da es solches nicht aufzutreiben ist, verweigert er die Abreise und bleibt 29 Tage vor Anker. Als der Fürst eines Tages seinen Göttern opferte, geriet einer seiner Leute in Ekstase und rief zum Fürst: "Bring den Gott herauf! Bring den Boten, der ihn bei sich hat! Denn Amun ist es, der ihn gesandt hat, er ist es doch, der ihn kommen ließ!" Währenddessen hatte Wenamun jedoch ein Schiff gefunden, dass ihn nach Ägypten bringen würde, da kam der Hafenvorsteher und brachte die Botschaft: "Der Fürst spricht: verweile doch bis zum Morgen!" Auch das Schiff, das Wenamun nach Ägypten bringen sollte, blieb bis zum nächsten Morgen. Der Fürst befragt Wenamun nach dem Brief, den Herihor ihm mitgegeben haben sollte und er fragt des weiteren nach dem Fichtenholz, das Smendes ihm anvertraut haben sollte. Wenamun berichtet von seinem Auftrag, Zedernholz für die Kultbarke des Amun nach Ägypten zu bringen und weist den Fürsten darauf hin, dass bereits des Fürsten Vater und auch sein Großvater bereits für die Lieferung des Holzes gesorgt hätten. Dies bestätigt der Fürst und lässt Wenamun aus den Tagebüchern seiner Väter vorlesen. Man fand insgesamt eintausend Deben an Silber, die in dem Buch verzeichnet waren und der Fürst weist Wenamun darauf hin, dass es sich dabei nicht um Königsgeschenke sondern um einen Kaufpreis handle und dem zufolge auch Wenamun den Preis entrichten sollte und führt Wenamun auch die Nutzlosigkeit seiner Reise vor Augen, da ohnehin einige Handlesschiffe zwischen dem Libanon und Ägypten verkehren. Wenamun widerspricht mit dem Hinweis, dass Amun-Ra der König der Götter ist und ihm alle Länder wie auch die Meere gehören. Nach einigen Verhandlungen ist der Fürst bereit, ihm Kiel, Bug und Heckteil der Barke sowie vier behauene Baumstämme als Teillieferung zu überlassen. Ein Bote erhält einen Brief an Smendes und kehrt einen Monat später mit Gütern für den Fürsten sowie Verpflegung für Wenamun zurück. Darüber war der Fürst froh und ließ 300 Mann sowie 300 Ochsen kommen um die Bäume fällen zu lassen. Nach dem Winter wurden sie an das Meer gezogen. Der Fürst weist Wenamun darauf hin, dass er genau den Auftrag wie seine Vorgänger ausgefüllt hat und heißt ihn die Baumstämme zu verladen. Der Fürst weist Wenamun auch darauf hin, dass er ihn gut behandelt hat und nicht wie die Gesandten des Chaemwese vor ihm, die nicht mehr nach Ägypten zurückgekehrt sind und deren letzte Ruhestätte Wenamun besichtigen soll. Dies verweigert er mit den Worten, dass er nicht nur menschlicher Bote ist sondern göttlicher Bote von Amun-Ra direkt gesandt. Er rät dem Fürsten einen Denkstein errichten zu lassen auf dem geschrieben steht, dass er dem Gott Amun-Ra Bauholz für die göttliche Barke gegeben hätte und dass er zusätzlich ein Schiff ausgestattet habe um den Boten und die Fracht nach Ägypten ziehen zu lassen. An den Ufern erblickt Wenamun jedoch Schiffe der Tjeker-Leute, die ihn festnehmen sollen und auch keine Schiffe nach Ägypten passieren lassen sollen. Wenamun klagt darüber, dass er noch länger im Libanon festgehalten werden soll. Dieses Klagen dringt zum Fürsten und da fängt der Fürst an zu weinen. Eine Tänzerin soll Wenamun die Schwermut vertreiben und der Fürst verspricht, am nächsten Tag zu einem Urteil zu gelangen. Als der nächste Morgen gekommen war stellt der Fürst die Tjeker-Leute zur Rede und diese berichten: "Wir sind hinter den Schiffen her, die zerschlagen werden müssen, da du sie mit unseren Feinden nach Ägypten schickst." Er sagte zu ihnen: "Ich kann den Boten des Amun nicht in meinem Land gefangen nehmen. Lasst zu, dass ich ihn fortschicke, dann könnt ihr ihn verfolgen und ihn festnehmen." Dann ließ er Wenamun einschiffen und sandte ihn fort zum Hafen des Meeres. Wenamun wird nach Zypern verschlagen, wo ihn die Einwohner töten wollen, aber die Fürstin Hateb ihn in Schutz nimmt; mit dieser unvollständigen Episode bricht der erhaltene Reisebericht ab. 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