|
Schrift und Sprache In dem pharaonischen Ägypten herrschte der Glaube, die Schrift von dem Gott der Weisheit und des Wissens, Thot, die Schrift erlernt zu haben. Bereits im vierten Jahrtausend v. Chr. entwickelten sich die
ursprünglichen Bildzeichen zu Hieroglyphen. Die Schrift besteht einerseits aus Lautzeichen und andererseits aus Symbolen, die nicht nur ein Zeichen symbolisierten sondern einen Begriff. So entstand im Laufe der Zeit eine
Schrift, die viele Jahrtausende überdauern sollte und die die Griechen im Jahr 210 v. Chr. “Hieroglyphen”, das heißt “heilige Zeichen” nennen sollten. Diese Bezeichnung erinnert noch nach Jahrtausenden an den heiligen Ursprung
der sehr hoch entwickelten ägyptischen Schrift In der ersten Jahrhunderten wurden die Hieroglyphen in Stein geschlagen und
Die Sprache Unter den ägyptischen Hieroglyphen gibt es kein einziges Zeichen, das einen Vokal bedeutet. Es ist, ähnlich wie die arabische und hebräische Schrift, eine reine Konsonantenschrift. Die alten Ägypter wußten, an welchen Stellen sie Konsonanten einsetzen mußten. Um nun diese Konsonantenschrift einigermaßen aussprechen zu können, bedienen sich die Ägyptologen eines Tricks. Sie fügen zwischen den Konsonanten einfach ein “e” ein. So wird z.B. das Wort “snb” (Gesundheit) als seneb ausgesprochen. Zudem ist man übereingekommen, bestimmte Konsonanten, die Vokalen nahestehen, als a, i und u auszusprechen. Die so zustande gekommene Aussprache ist sehr künstlich, aber es gibt keine andere Möglichkeit, da uns die Aussprache in keiner Form überliefert ist. Bei den Pharaonennamen haben sich andere Aussprachen eingebürgert. So wird nach der ägyptologischen Konvention auszusprechende Pharao Imenhetep als Amenhotep ausgesprochen. Die Hieroglyphen Die Hieroglyphen bestehen aus Bild- und Lautzeichen. Eine strikte Grammatik, wie wir sie kennen,
gibt es nicht, denn in erster Linie war das Aussehen des Geschriebenen von Bedeutung. Es ist auch keine reine Bilderschrift, bei der Bild und Sinn immer übereinstimmen, sondern die Zeichen können
zum einen Bilder sein, zum anderen aber auch reine Lautzeichen. Zum Beispiel bezeichnet die Hieroglyphe
Um nun die Aussprache und Schreibweise auf unser Alphabet umzusetzen, wird eine Umschrift oder Transkription benötigt. Es gibt zwar Konventionen, diese sind jedoch international nicht einheitlich. Mit dieser Transkription soll nicht nur die Schreibweise sondern auch die Aussprache der Wörter verdeutlicht werden. Gelesen wird von der Richtung in die Menschen und Tiere blicken. Sind z.B. die Gesichter nach rechts gewendet, dann wird von rechts nach links gelesen. Sind die Gesichter nach links gewendet, dann wird von links nach rechts gelesen. Befindet sich die Schrift um einen Türrahmen oder ähnliches, dann wird die Schrift symetrisch um diesen Rahmen, von der Mitte ausgehend, angeordnet. Einführung in das Schriftsystem Hieroglyphenliste Einkonsonant-Zeichen Zweikonsonant-Zeichen Dreikonsonant-Zeichen Ideogramme Determinative ... und hier geht es zu den Übungen ... Auf den folgenden Seiten sind die Hieroglyphen ein Stück weit erklärt. Als weitere Literatur empfehle ich “Hieroglyphen ohne Geheimnis” von Karl-Theodor Zauzich und “Mittelägyptische Grundgrammatik” von Boyo Ockinga. |